Ablauf - Terminportal_AS Schädlingsabwehr

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Ablauf der Schadnagerevaluierung
Am Beginn jeder professionellen Rattenbekämpfung steht eine sorgfältige Evaluierung. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Köderstellen, sondern versuchen zunächst zu verstehen, wo sich die Tiere bewegen, wo sie Nahrung finden und welche Bereiche als Rückzugs- oder Nistplätze infrage kommen.
Bei Privatgrundstücken gehen wir das Grundstück gemeinsam mit den Bewohnern ab. Auf öffentlichen Flächen erfolgt die Kontrolle anhand der örtlichen Gegebenheiten, vorhandener Meldungen sowie sichtbarer Befallsspuren.
Besonders achten wir auf typische Hinweise wie Kotspuren, Laufwege, Fraß- und Nagespuren, Erdlöcher, Baue, Fett- bzw. Schmierstellen entlang von Mauern sowie mögliche Futter- und Wasserquellen. Auch Kompostplätze, Tierfütterungen, Müllbereiche, dichter Bewuchs, Holzlager oder bauliche Hohlräume können für Ratten besonders attraktiv sein.
Ebenso wichtig ist die Umgebung: Ratten bewegen sich über größere Distanzen und nutzen häufig mehrere Grundstücke, öffentliche Flächen und teilweise auch die Kanalisation als zusammenhängenden Lebensraum. Deshalb betrachten wir nach Möglichkeit immer das gesamte Umfeld und nicht nur eine einzelne Sichtung.
Nach der Evaluierung werden geeignete Köderstellen festgelegt und möglichst dort positioniert, wo tatsächlich Aktivität festgestellt wurde oder typische Laufwege vorhanden sind. Gleichzeitig weisen wir auf Verbesserungsmöglichkeiten hin, mit denen Futterquellen und Rückzugsmöglichkeiten reduziert werden können.
Unser Ziel ist dabei nicht, möglichst viele Köderboxen aufzustellen, sondern mit möglichst gezielten Maßnahmen einen schnellen und nachhaltigen Bekämpfungserfolg zu erreichen.
Warum möglichst viele Grundstücke einbezogen werden sollten
Nicht jedes Grundstück ist automatisch ein Nistplatz für Ratten – und auch nicht überall finden die Tiere geeignete Nahrung. Manche Grundstücke dienen lediglich als Durchgangsbereich, andere bieten Wasser, Deckung oder zeitweise Futterquellen. Wieder andere liegen in unmittelbarer Nähe zu einem Bau, ohne dass dies für die Bewohner auf den ersten Blick erkennbar ist.
Genau deshalb ist eine möglichst breite Beteiligung so wichtig. Je mehr Grundstücke in einem betroffenen Gebiet kontrolliert und – falls erforderlich – in die Maßnahme einbezogen werden, desto besser können wir Laufwege, Aufenthaltsbereiche und tatsächliche Befallsschwerpunkte erkennen.
So entsteht ein immer dichteres Netz an gezielt gesetzten Maßnahmen. Die Tiere können dadurch weniger leicht auf unbehandelte Bereiche ausweichen, gleichzeitig erhalten wir durch die Kontrollen ein deutlich genaueres Bild über die Entwicklung des Befalls.
Das bedeutet: Nicht jeder muss Köderboxen benötigen – aber jede zusätzliche Evaluierung hilft dabei, die Gesamtsituation besser zu verstehen und die Bekämpfung dort zu konzentrieren, wo sie tatsächlich notwendig ist.
Je mehr Anrainer freiwillig mitwirken, desto schneller können Befallsschwerpunkte erkannt, Ausweichbewegungen reduziert und die Rattenpopulation im gesamten Gebiet auf ein normales Niveau zurückgeführt werden.
So läuft die Kontrolle ab
Eine erfolgreiche Rattenbekämpfung braucht Zeit und mehrere aufeinander abgestimmte Kontrollen. Der Grund dafür ist einfach: Nicht alle Tiere nehmen den Köder gleichzeitig an. Manche Ratten sind vorsichtiger, andere Jungtiere werden erst später aktiv. Deshalb arbeiten wir bewusst mit mehreren Kontrollterminen.
1. Erstaufstellung
Beim ersten Termin werden die Köderstationen an den zuvor festgelegten, geeigneten Stellen positioniert und fachgerecht bestückt.
Dabei achten wir besonders auf:
  • erkennbare Laufwege
  • Futter- und Wasserquellen
  • mögliche Nist- und Rückzugsbereiche
  • sichere und sinnvolle Standorte der Köderstationen
Die Tiere benötigen anschließend etwas Zeit, um sich an die neuen Köderstationen zu gewöhnen.
2. Erste Kontrolle nach ca. 3 Wochen
Nach rund drei Wochen erfolgt die erste Kontrolle.
Dabei prüfen wir:
  • ob und wie stark die Köder angenommen wurden
  • welche Köderstellen besonders aktiv sind
  • ob sich neue Befallsspuren zeigen
  • ob Standorte angepasst werden sollten
Falls erforderlich, werden Köder ergänzt oder Maßnahmen angepasst.
3. Zweite Kontrolle nach weiteren ca. 3 Wochen
Nach weiteren etwa drei Wochen erfolgt die zweite Kontrolle.
Zu diesem Zeitpunkt sollte die Aktivität bereits deutlich zurückgegangen sein. Gleichzeitig können nun auch Tiere erfasst werden, die bei der ersten Kontrolle noch nicht aktiv waren – beispielsweise vorsichtige Einzeltiere oder später nachkommende Jungtiere.
Die Entwicklung des Befalls wird erneut beurteilt und dokumentiert.
4. Endkontrolle nach weiteren ca. 6 Wochen
Nach weiteren sechs Wochen erfolgt die abschließende Kontrolle.
Dabei wird geprüft, ob noch aktuelle Hinweise auf Rattenaktivität vorhanden sind. Ist die Situation unauffällig, werden die Köderstationen entfernt und die Maßnahme abgeschlossen.
Sollten weiterhin Hinweise auf einen Befall bestehen, erfolgt eine Neuevaluierung der Situation. Dabei wird geprüft, ob sich Befallsbereiche verlagert haben, neue Futterquellen entstanden sind oder weitere Maßnahmen notwendig sind.
Warum diese Abstände wichtig sind
Die zeitlichen Abstände geben uns die Möglichkeit, die Entwicklung der Population realistisch zu beobachten und nicht nur eine Momentaufnahme zu erhalten.
Erstaufstellung → ca. 3 Wochen → ca. 3 Wochen → ca. 6 Wochen
So können wir Schritt für Schritt beurteilen, ob die Maßnahme wirkt, ob noch Tiere aktiv sind und ob weitere Anpassungen notwendig sind.
Unser Ziel ist nicht eine möglichst lange Beköderung, sondern eine gezielte, kontrollierte und nachvollziehbare Reduktion des Befalls mit anschließender Beendigung der Maßnahme, sobald sie nicht mehr erforderlich ist.
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